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Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Jesteburg benötigt nicht immer mehr Baugebiete für Einzelhäuser und Eigentumswohnungen. Jesteburg benötigt bezahlbaren Mietwohnraum!

Innenverdichtung und Projekte auf eigenen Flächen haben für uns GRÜNE Vorrang!

Grundsätzlich problematisch ist der Verbrauch von landwirtschaftlichen Flächen, die in Jesteburg für entsprechende große Projekte in Anspruch genommen werden sollen. (Wald wird nicht angegriffen!) Die Grünen werden deshalb nur Projekte unterstützen, deren Lagen innerörtlichen Verdichtungscharakter aufweisen und die nachhaltig über einen längeren Zeitraum (!) bezahlbaren Wohnraum für alle nachfragenden Bevölkerungsgruppen schaffen.

 Priorität hat der „Soziale Wohnungsbau“!

Die vom Gemeinderat auf den Weg gebrachten Sozialwohnungs-Projekte Fahrweg und Bredbeekskoppel sind hier beispielhaft! Investorenprojekte werden wir begrenzt nur dann unterstützen, wenn gesichert ist, dass 1/3 der gesamten Geschossfläche davon als Sozialwohnungen (bezahlbarer Wohnraum) nachhaltig mit einer Laufzeit von 25 Jahren bereit gestellt wird und das Argument „Sozialwohnungen“ nicht als Eintrittslegitimation für neue großräumige Eigentums-Wohnbauprojekte benutzt wird.   Außerdem muss gewährleistet werden, dass Verkehrsinfrastruktur und soziale Infrastruktur (Kitas, Schulen …) aufnahmefähig sind und der örtliche Charakter erhalten bleibt. Falls Investorenprojekte durchgesetzt werden sollten, fordern wir eine entsprechende Infrastrukturabgabe der Investoren.

Dem Bauausschuss liegt aktuell für den Seevekampbereich ein entsprechender Bebauungs-Antrag vor.

Die Grünen haben sich dafür eingesetzt, dass die Gemeinde mit der Verwaltung vor Befassung selber aktiv auf potenzielle Gebiete im Flächennutzungsplan schaut und nur für diejenigen Flächen in dieser Legislaturperiode eine Flächennutzungsplanänderung bei der Samtgemeinde stellt, die mehrheitlich vom  Gemeinderat auf der Grundlage einer differenzierten Diskussion als aktuell (!!!) geeignet bestimmt werden. Wir fordern auch, dass der ortsbildprägende Charakter ausdrücklich berücksichtigt wird! Nur wenn diese Aspekte berücksichtigt werden, werden wir bei aktuell fehlenden Alternativen einer Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen in Bauland ausnahmsweise zustimmen! Stimmt der Gemeinderat mehrheitlich einem Projekt ohne ein zukunftweisendes Gesamtkonzept zu, entsteht ein Präzendenzfall und die in den Schubladen der Investoren lagernden Anträge auf Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen – oder gar Wald – in Bauland, werden unter Berufung auf den ersten Präzedenzfall ruckzuck gestellt!

 Langfristig gesicherter bezahlbarer Wohnraum wird eher von der in Gründung befindlichen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises geschaffen.

Deshalb werden wir beantragen, dass die Gemeinde grundsätzlich für den Sozialen Wohnnungsbau benötigte Flächen erwirbt, um dadurch die Gestaltungsmacht zu erhalten und mit der Wohnungsbaugesellschaft echte von ihr verwaltete Sozialwohnungen in Mischgebieten schafft. Derartige Gesellschaftsprojekte wollen wir unterstützen und Grundeigner zu einem Verkauf bewegen!

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