Bauen

Bauausschuss-Themen sind häufig auf Grund von Interessengegensätzen von breitem öffentlichen Interesse. Wir haben hier klare grüne Positionen, die unsere Entscheidungen leiten:

 

Konsequent beteiligen: Bürgerinnen und Bürger 

Die Jesteburger GRÜNEN halten es für geboten,  konsequent mit Bürgerinnen und Bürgern vor konkreten Planungsentscheidungen Ideen, Anregungen und Einwände auszutauschen.

Jesteburg darf nicht Spekulationsspielraum werden! Stattdessen gilt es, mit potenziellen Investoren konstruktiv am Gemeinwohl orientiert zu wirken.

Dorf gestalten: Regelwerk statt Wildwuchs

Bei Bebauungsplan-Entscheidungen müssen die möglichen Bauprojekte stets mit den drei Faktoren – Ortsbild, soziale Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur – so in Beziehung gesetzt werden, dass es nicht zu Ungleichgewichten bzw. Beschädigungen oder Überlastungen kommt.

Interessengeleitetes Handeln von Grundeigentümern und möglichen Investoren darf nicht dazu führen, die genannten Faktoren aus dem Gleichgewicht zu bringen. Jedes Projekt muss sich also immer den erwarteten Auswirkungen stellen.

Die Entwicklungsstudie ‚Jesteburg 2020’ enthält die Aufforderung, das Dorfbild zu erhalten.

Die Überarbeitung der ‚Jesteburger Dorfgestaltungssatzung’ (2015) ist ein Beispiel dafür, wie der architektonische Charakter des Zentrums durch das Aufstellen von verbindlichen Regeln gesichert werden soll.

Wohnungen bauen: erschwinglich statt unbezahlbar

Die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen – Sozialstruktur, Flüchtlinge, Demographie, vielfältige Familienstrukturen … – erfordern endlich eine Rückbesinnung auf den bisher vernachlässigten sozialen Wohnungsbau. Wir setzen uns für den sozialen und bezahlbaren Mietwohnungsbau ein. Die kann sowohl mit eigenen Projekten auf gemeindeeigenen Grundstücken als auch für entsprechende Investorenprojekte auf privaten Grundstücken geschehen.

Eine Maßgabe für uns bei Ausweitung neuer großer Wohngebiete ist ein Anteil von sozialem Wohnungsbau von mindesten einem Drittel des Gesamtprojektes sowie nachhaltig mit einer Sozialbindung von 25 Jahren.

Einer zu gründenden „Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft“ des Landkreises Harburg stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber. Die Sozialbindung muss allerdings ohne Laufzeitbegrenzung gewährleistet sein und die Gemeinden müssen einen individuellen Gestaltungsspielraum erhalten.

Innenräume verdichten: individuell statt vereinheitlicht

Die Jesteburger GRÜNEN sind für eine maßvolle Innenverdichtung durch individuell modifizierte Bebauungspläne. Aber:

Auch Innenverdichtung muss sich insgesamt gegenüber den genannten Faktoren – Ortsbild, soziale Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur – verantworten. Innenverdichtung ist außerdem nur dann erfolgreich, wenn Grundeigentümer bereit sind, passende Bauprojekte zu realisieren.

 

Ausnahmen zulassen: maßvoll und begründet

Wir sehen unsere Verantwortung darin, zu verhindern, dass durch das Gewähren von Abweichungen von B-Planvorgaben Präzedenzfälle geschaffen werden, wenn z.B. hierdurch die Intentionen eines Bebauungsplanes stark verändert werden. Besteht dieses Problem, muss erörtert werden, inwieweit es sinnvoll ist, den Bebauungsplan insgesamt zu ändern. Maßvollen und begründete Änderungen, die mit dem Bebauungsplan in Einklang zu bringen sind, werden verantwortungsvoll entschieden.